01.03.2009

Workshop mit Desmond O'Brien in der Graf von Lindenau Halle am 8. März 2009

Workshop zum Thema „Reiten im Damensattel“ am 8. März 2009
In der Graf von Lindenau Halle in Neustadt/Dosse

Im Nachgang zur Show Traumpferd 2009 fand am nächsten Tag unter der Leitung von Desmond O´ Brien und Dr. Martina Reide ein Workshop zum Thema „Reiten im Damensattel“ statt. Das Datum war treffend gewählt, wie hätte es besser passen können am internationalen Frauentag auch ein frauenspezifisches Thema anzubieten. Aber haben sich nicht gerade die mutigsten Frauen beginnend vor fast 100 Jahren mühselig von dem Joch befreit, im Damensattel reiten zu müssen? Konnten sie sich nicht endlich frei und männergleich auch auf dem Pferde bewegen. In diesen Jahr feiern wir 90 Jahre Frauenwahlrechtes und 60 Jahre Grundgesetz mit seinem Artikel 3, der die Gleichberechtigung von Männern und Frauen festschreibt. Eine wunderbare Ausstellung im Deutschen Pferdemuseum erzählt gerade von diesen mutigen Frauen, den ersten die die „Welt entdeckten und den Himmel eroberten“. Warum fangen wir gerade wieder mit dem Thema Damensattel an? Wollen wir wieder als „schwaches Geschlecht“ im maßvollen Tempo vornehm promenieren, anstatt rittlings über Stock und Stein zu galoppieren? Oder gar jenen, die im schillernden Gewand mit wehendem Schleier, wie es leider heute all zu oft in Schaubildern, bei Hengstparaden gezeigt wird, nachzueifern? Nein ganz bestimmt nicht. Wer heute im Damensattel reitet, der tut dies zu seiner eigenen Freude und diese Freude ist groß und kann anstecken!! Das nötige Wissen rund um den Damensattel kann man sich endlich wieder holen und dazu diente dieser Workshop.
Er sollte aber auch zeigen, dass das Reiten im Damensattel als ein Beitrag zur Erhaltung und Bewahrung von Kulturgut verstanden werden sollte.
Desmond O ´Brien und Martina Reide referierten abwechselnd über die geschichtliche Entwicklung des Damensattels, über den Aufbau des Sattels, über die verschiedenen historischen und neuen Sättel, über Bügelmaschinen und spezielle Sicherheitsteigbügel. Der richtige Sitz im Damensattel und das richtige Outfit zum entsprechenden Anlass wurden anschaulich erklärt und vorgeführt. Zur Ansicht hatte Martina Reide vier verschiedene Sättel mitgebracht, diverse Kleidung und Literatur Wallach Cory zeigte unter Martina Reide auf dem vom Vortage festgetretenen Boden, ein wenig unwillig doch noch das eine oder andere unter dem Damensattel.
Dank der freundlichen Unterstützung der Schülerinnen von Herrn Sattelmeister Hendrik Falk, der das einmalige Schulprojekt „Reiten bis zum Abitur“ ins Leben gerufen hat, konnten turniersportliches und elegantes Aussehen gezeigt werden. Von Publikum gab es viel Interesse und reichlich Fragen..
Dieser Workshop konnte nur einen kleinen Einblick in die Thematik geben. Wer aber darüber hinaus mehr Wissen erlangen möchte, kann jederzeit Informationen zu entsprechenden Seminaren und Workshops bei den Referenten einholen.

Martina Reide


08.10.2008

Erste Ausbilderlizenzen für das Reiten im Damensattel nun auch in Deutschland vergeben!

Vom 1.bis 6. Oktober 2007 fand in Bertsdorf in der Nähe von Zittau ein Ausbilderkurs ganz besonderer Art statt. Aus allen Teilen Deutschlands und sogar aus Südtirol trafen sich 8 Frauen und 1 Mann um ihr reiterliches Können im Damensattel unter Beweis zu stellen. Das erstmalig in Deutschland eine solche Ausbilderlizenz erworben werden konnte, ist im Wesentlichen der Initiative von Karin Hochmuth zu verdanken. Sie betreibt in Bertsdorf-Hörnitz einen Reiterhof. Seit Jahren reitet sie leidenschaftlich gern im Damensattel und ist stets bestrebt, ihr Wissen darum zu vertiefen und vor allem qualifiziert weiterzugeben. Im Nachbarland Österreich kann man schon seit 2 Jahren Lehrwart für das Reiten im Damensattel werden und auch im Turniersport im Damensattel starten. In Deutschland ist das leider nicht so. Trotz wiederholter Bemühungen ist man bei der FN auf stete Ablehnung gestoßen. Karin Hochmuth konnte die Bundessportwartin Jutta Hahn vom VFD für die Idee einer Zusatzqualifikation für das Reiten im Damensattel begeistern. Die VFD hat damit eine neue Epoche des Reitsports eingeleitet und dem Zeitgeist und Verlangen vieler Frauen in Deutschland Rechnung getragen, denn das Reiten im Damensattel ist keineswegs Nostalgie einer handvoll Frauen, sondern versteht sich als Bewahrung von Kulturgut und Traditionsbewusstsein. Ulrike Einemann, die durch ihre Holler-Damensattel-Quadrille in den Kreisen der im Damensattel reitenden Frauen bestens bekannt ist, aber auf Grund eines Unfalls nicht praktisch an diesem Lehrgang teilnehmen konnte, bemerkte treffend: „Ich muss dabei sein, denn hier wird Geschichte geschrieben“. Desmond O´Brien, einst Mitglied des Reitenden Personals und später Sattelmeister der Spanischen Hofreitschule Wiens, ist heute europaweit ein gefragter Ausbilder. Als Förderer und Lehrer des Reitens im Damensattel hat er sich einen besonderen Namen gemacht. Er ist Instruktor A der SSA Englands und Gründungsmitglied der IG Reiten im Damensattel Österreichs. Diesen Ausbildungskurs in Bertsdorf zu leiten war ihm ein Anliegen. Bemüht, den Teilnehmern möglichst viel theoretisches und praktisches Wissen zu vermitteln, wurden die Tage bis zum späten Abend ausgenutzt. Die Woche war für alle sehr anstrengend und brachte manchem verzweifelte Augenblicke, aber gegenseitige Aufmunterung und Zuspruch ließen dann am Prüfungstag alle Gesichter strahlen. Jutta Hahn, Sebastian Hultsch, Sybille Hultsch, Susanne Wieck, Christine Schmalz, Veronika Widmann, Karin Hochmuth, Carola Etzrodt und Dr. Martina Reide wurden nach theoretischer und praktischer Prüfung von Josef Kessler, Prüfer und Gründungsmitglied des VFD, Dieter Corsten, langjähriger Prüfer der VFD und FN sowie der Richterin FN Edla-Maria Menz, mit einer schönen Urkunde belohnt. Ein nächster Ausbildungskurs wird sicher folgen und wer Interesse hat, kann sich unter http://www.reiterhof-bertsdorf/ informieren.

Dr. Martina Reide, IG „Im Damensattel reiten – Berlin und Brandenburg“

08.08.2008

Einladung nach Ungarn

Eine Reise nach Ungarn 2008
Auf dem Turnier in Polen habe ich sehr nette Ungarinnen kennengelernt, die mich zu sich eingeladen haben. Ich habe mich also mit Damensattel und gesamten Habit mit meiner Freundin und Tochter nach Ungarn aufgemacht. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und haben die ungarischen „Damensattelreiterinnen“ kennengelernt. Jeden Tag gab es Programm. Einen besonderen Tag haben wir im Schloss Gödöllö verbracht. Es war der bevorzugte Wohnsitz von Elisabeth, Königin von Ungarn und Kaiserin von Österreich ( Sisi, auch Sissi – nach dem Film mit Romy Schneider. Die Springszene in diesem Film wurde übrigens von einem Mann gedoubelt) . Das Schloss ist heute ein Museum, indem man viel über Sisi erfahren kann.
Der Höhepunkt der Reise war eine Show in Szilvásvárad, dem ungarischen Nationalgestüt. Ich durfte auch mit reiten. Täglich wurde dafür im Damensattel geübt. Ich habe redlich versucht meine Kenntnisse zu vermitteln, aber meine ungarischen Freundinnen waren, was den Sitz mit Griff anbelangt, unbelehrbar. Ich hätte mich mit weit nach vorne weggestrecktem rechten Bein gar nicht halten können, aber sie ritten so schon seit Jahren und es ging auch!
Endlich war es so weit, wir ritten in einer Vollmondnacht ein wunderschönes Showbild im Damensattel. Trotz der Sprachschwierigkeiten hat alles wunderbar geklappt.
Es war ein gelungener Abend, den ich wohl nie vergessen werde. Ich danke Euch, liebe ungarische Freundinnen und hoffe, ich kann mich eines Tages revanchieren.













01.06.2008

Internationales Turnier für Damensattel in Polen, Pfingsten 2008

Pfingsten 2008 bin ich einer Einladung von Andrzej Salacki zu einem internationalen Turnier in die Reitanlage „Lewada“ in Südpolen gefolgt. Dieses Turnier hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, nicht nur weil ich in der Gesamtwertung einen 3. Platz, einen 1. Platz für die größte Eleganz und den Präsentationsstil und auch noch einen Sonderpreis des polnischen Parlamentes bekam, nein, es war einfach alles Klasse. Die Menschen, das Umfeld, die Verpflegung, das tolle Wetter, niemand störte sich an meinem grausigen Englisch – alles passte und machte vom ersten bis zum letzten Augenblick Spaß!

Danke Bettina Keil, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast! Als ich Donnerstag vor Pfingsten nach 6 stündiger Fahrt ankam, ohne Probleme alles fand und Daniel Karpinski und das Ehepaar Salacki uns sehr nett empfangen hatten, ging es an die Pferdesuche für das Turnier. Von 4 Pferden standen letztlich nur 2 zur Verfügung. Eine kleine Stute, die eigentlich von der Größe her ganz gut für mich zu passen schien, mit der ich aber gar nicht warm wurde und ein riesiger Hengst (Stockmaß 1.80m), dem erstens mein Sattel so leidlich passte und der mich irgendwie sofort ins Herz geschlossen hatte. Noch nie saß ich auf einem solchen Koloss, der auch vorher nur ein oder zweimal einen Damensattel getragen hatte. Kaum jemand konnte diesen Hengst aufzäumen, nicht wegen der Größe, sondern er wählte die Personen, die es durften! Da hatte ich wohl echt Glück! Er wurde mit jedem Reiten besser und lernte schnell. Meine Kür, die ich auf meinem handlichen Cory (1.63m) auf einem 20x40 Viereck einstudiert hatte, passte auf einem 20x60 Viereck genau. Zwei zusammengefügte Instrumentalstücke aus dem Phantom der Oper waren genau richtig. Die raumgreifenden Bewegungen des Pferdes stimmten zur opulenten Musik und brachten uns viel Beifall.Die Pflichtaufgabe am Samstag hatte ich durch einen Übersetzungsfehler falsch einstudiert und merkte es bei der Teilnehmerin vor mir. Zum Glück musste ich nur im Kopf eine Volte gegen einen Zirkel tauschen! Mein Hengst war die Ruhe selbst und auch ich war zur Abwechslung mal nicht aufgeregt. Allerdings das Warten auf die Siegerehrung nach der Kür brachte meinen Hengst doch ein wenig aus der Fassung, waren doch von den anderen Prüfungen viele gut riechende Stuten um uns, aber wir haben alles gut überstanden und konnten die Preise stolz und dankbar entgegen nehmen. Zu meiner Überraschung gab es wirklich „damenspezifische“ Preise, eine wunderschöne Kette und Ohrringe!
Dank und Lob an die Veranstalter!

Dr. Martina Reide

01.05.2008

01.04.2008

Im Damensattel reiten - neues Angebot für das Neustädter Schulprojekt „Reiten bis zum Abitur“

Stets bemüht seinen Schülern ein breit gefächertes Angebot rund um das Pferd zu vermitteln, hat Hendrik Falk für seine Schüler ein neues Angebot. Für das Schulprojekt „Reiten bis zum Abitur“ wird es nun auch die Möglichkeit geben, einen Wochenendlehrgang für das Reiten im Damensattel am 5./6. April 2008 zu belegen. Diesen Kurs wird Dr. Martina Reide, eine der ersten Ausbilderinnen für das Reiten im Damensattel, geben.

Das Reiten im Damensattel ist oft nur noch als Programmnummer in einer Pferdeshow zu sehen, meist in sehr phantasievollen Kostümen, die jeder klassischen Vorlage entbehren, eine Show eben und so soll es auch sein, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Doch wie kann man es richtig lernen? Was hat die Geschichte des Reitsportes zu diesem Thema zu bieten? Das Reiten im Damensattel ein Stück Kulturgut? Was hat eine Dame in welcher Zeit im Damensattel getragen? Welcher Sattel passt zu meinem Pferd? Wie kann man es im Freizeitsport und auch turniersportlich reiten? Dieses und vieles mehr lässt sich theoretisch und praktisch in Kursen erfahren. Das Interesse am Reiten im Damensattel wächst zunehmend und somit auch der Wunsch nach einer qualifizierten Ausbildung. Kürzlich hat die DRV mit einer bundesweiten Ausschreibung einer Zusatzqualifikation für das Reiten im Damensattel diesem Verlangen Rechnung getragen. Erste Ausbilderlizenzen für das Reiten im Damensattel sind nun auch in Deutschland im Oktober 2007 vergeben worden. Im Nachbarland Österreich kann man schon seit 2 Jahren Lehrwart für das Reiten im Damensattel werden und auch im Turniersport im Damensattel starten. In Deutschland ist das leider nicht so. Trotz wiederholter Bemühungen ist man bei der FN auf stete Ablehnung gestoßen. Aus dem Bundesland Brandenburg hat Dr. Martina Reide die Ausbilderlizenz für das Reiten im Damensattel erworben. Für Berlin und Brandenburg hat sie eine Interessengemeinschaft - IM DAMENSATTEL REITEN - ins Leben gerufen und ist gern bereit ihr Wissen in Kursen weiterzugeben.



01.09.2007

Kurs in Tirol im Stanglwirt vom vom 27.09. bis 3.10.2007

Kurs „Im Damensattel reiten“ vom 27.09. – 03.10.2007 in Going/Tirol

Als langjähriger Stammgast des 5 Sterne Hotels „Stanglwirt“ in Going/ Tirol habe ich seit vielen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zu den Reitlehrern des Hauses. Von der Idee ein wenig von meiner Leidenschaft - dem Reiten im Damensattel - etwas in der schönen Reithalle, in die die Gäste von der Hotelhalle Einblick haben, zu zeigen, war es bis zur Organisation eines Kurses nicht mehr weit. Vom 27.09. bis 03.10.2007 reiste ich mit drei eigenen Damensätteln nach Österreich. Zwei Tage vor Kursbeginn traf ich in Zusammenarbeit mit den Reitlehrern eine Vorauswahl der Pferde. Alle Schulpferde sind Lipizzaner. Den passenden Sattel zum Pferd zu finden, war eine echte Herausforderung. Anke Wieneke, Daniela Schreder vom Reitclub „Stanglwirt“, Elisabeth Haggsteiner mit eigenem Pferd und Jutta Haberl mit eigenem Sattel waren mit voller Begeisterung dabei! Alle Teilnehmer ritten in Einzelunterrichtseinheiten und hatten sichtlich Talent und Freude. Natürlich ließen sich Reitlehrer nebst Lehrlingen diesen Spaß nicht entgehen und probierten auch das Reiten im Damensattel. Mit ihrer Hilfe wurden mehrere kleine Abendprogramme gestaltet. Herr von Senden, der zur gleichen Zeit einen Fahrkurs im „Stanglwirt“ abhielt, kommentierte dann für die Gäste in der Hotelhalle.










Einen Nachschlag gab es für die Vereinspräsidentin vom Reitclub Stanglwirt, Anke Wieneke und dem guten Geist des Clubs Daniela Schreder in einem Minikurs im Februar 2008. Diese beiden Damen hat die Begeisterung für das Reiten im Damensattel in voller Leidenschaft gepackt. Dank der Sattlerei Niedersüß hatte ich diesmal einen passenden Damensattel geordert, so konnten sie einen gut sitzenden und bequemen Damensattel genießen. Lehrerin und Schüler freuen sich auf den nächsten Kurs, der für den Herbst 2008 geplant ist.


26.08.2007


Der Trakehner Wallach Ludwig, ein Pferd aus dem Fahr- und Ausbildungsstall Heinrich Frhr. v. Senden ist universell einsetzbar.




01.05.2007

Turnier 2007

1. Platz in der Kür Dressur Klasse A
1. Platz in der Kostümklasse
1. Platz in der Prüfung Herausbringen des Pferdes
3. Platz in der Dessurprüfung Klasse A